English Version italiano türkiye bosnische Sprache polski

Sicherheitssysteme Sicherheitstechnik Gebäudesicherheit

Rauchwarnmelder

Fragen und Antworten

 

 

» Muss in jedem Zimmer ein Rauchwarnmelder installiert werden?
» Wo müssen die Rauchwarnmelder angebracht werden?
» Warum sollten in Küche, Bad und Garage keine Rauchwarnmelder installiert werden?
» Was ist der Unterschied zwischen "Rauchmelder" und "Rauchwarnmelder"?
» Wie lang ist die Lebensdauer von Rauchwarnmeldern?
» Wie gehe ich mit Falschalarm z. B. durch Kochdämpfe um?
» Kann ein Rauchwarnmelder durch Zigarettenrauch aktiviert werden?
» Kann ich Warnmelder auch an anderen Orten als an der Decke montieren?
» Ab wann müssen Rauchwarnmelder installiert werden?
» Wer übernimmt die Wartung der Rauchwarnmelder?
» Ab wann müssen Rauchwarnmelder installiert werden?
» Was gilt für den Eigentümer wenn ein Mieter bereits einen Rauchwarnmelder hat?
» Was ist eine Fachkraft für Rauchwarnmelder?

 

 

Muss in jedem Zimmer ein Rauchwarnmelder installiert werden?
In Bundesländern mit Rauchwarnmelderpflicht richtet sich die Mindestanforderung nach den Vorschriften in der jeweiligen Landesbauordnung. Generell gilt: Um optimalen Schutz zu gewährleisten, sollte in jedem Zimmer im Haus bzw. in der Wohnung (außer in Küche, Badezimmer und Garage) ein Rauchwarnmelder installiert sein. Idealerweise werden die Geräte miteinander verbunden (siehe auch Funkvernetzung). Rauchwarnmelder dürfen nach DIN14676 bis zu einer Überwachungsfläche von 60m² eingesetzt werden. Bei Flächen > 60m² müssen weitere Warnmelder installiert werden.

 

Wo müssen die Rauchwarnmelder angebracht werden?
Rauchwarnmelder werden immer an der Zimmerdecke montiert (mindestens 50 cm von Wänden und Elektroinstallationen entfernt, höchstens 6 m Deckenhöhe). Dabei müssen die Anweisungen des Herstellers aus der Montage- und Betriebsanleitung genau beachtet werden.

 

Warum sollten in Küche, Bad und Garage keine Rauchwarnmelder installiert werden?
In o.g. Räumen herrscht in der Regel eine hohe Dampf- oder Staubentwicklung. Diese Dämpfe bzw. Staubpartikel kann der Rauchwarnmelder eventuell als Rauch interpretieren und somit einen falschen Alarm auslösen. Für diese Bereiche empfiehlt sich der Einsatz von Hitzewarnmeldern.

 

Was ist der Unterschied zwischen "Rauchmelder" und "Rauchwarnmelder"?
Der Begriff "Rauchmelder" steht für die generelle Bezeichnung eines Gerätes, das Rauch erkennt und Personen alarmiert. Um Verwechslungen mit Rauchdetektoren in industriellen Brandmeldeanlagen zu vermeiden, lautet die richtige Bezeichnung für die Geräte zur Verwendung im Privathaushalt "Rauchwarnmelder".

 

Wie lang ist die Lebensdauer von Rauchwarnmeldern?
Die Lebensdauer hochwertiger Rauchwarnmelders beträgt ca. 10 Jahre, danach sollte er ersetzt werden, weil seine Leistungsfähigkeit aufgrund von Staubablagerungen im Inneren der Rauchkammer beeinträchtigt sein könnte.Gemäß DIN 14676 ist der Rauchwarnmelder spätestens 10 Jahre + 6 Monate nach dem Datum der Inbetriebnahme auszutauschen oder einer Werksprüfung mit Werksinstandsetzung zu unterziehen. Statistisch gesehen steigt die Anzahl der Falschalarme durch Verschmutzung der Rauchkammer nach 10 Jahren sprunghaft an.

 

Wie gehe ich mit Falschalarm z. B. durch Kochdämpfe um?

  • Grundsätzlich gilt, dass ein Rauchwarnmelder, der auf Kochdämpfe anspringt, richtig funktioniert und seinen Dienst tut. Trotzdem ist die Alarmierung in diesem Fall natürlich nicht erforderlich, man spricht auch von "unerwünschtem Alarm" oder "Falschalarm".

  • Sollte es zu einem unerwünschten Alarm kommen, drücken Sie den Stummschaltknopf. Der Melder wird für ca. 10 Minuten stumm geschaltet.

  • Die rote LED-Anzeige blinkt in diesem Fall alle 10 Sekunden, um anzuzeigen, dass das Gerät stumm geschaltet wurde.

  • Versuchen Sie, den Rauch aus der Nähe des Melders zu beseitigen, indem Sie ihn z. B. mit einem Handtuch vom Melder wegbewegen oder indem Sie ausreichend Lüften (Querlüftung).

  • Am Ende der Stummschaltung kehrt der Rauchwarnmelder automatisch in seinen normalen Zustand zurück. Falls mehr Zeit benötigt wird, drücken Sie erneut den Stummschaltknopf

 

Kann ein Rauchwarnmelder durch Zigarettenrauch aktiviert werden?
Sofern sich die Intensität des Tabakrauches in einem normalen Rahmen bewegt, kann Zigarettenrauch den Rauchwarnmelder nicht aktivieren, da sich die Rauchpartikel in Größe und Dichte von denen eines Wohnungsbrandes unterscheiden. Man sollte sich also nicht davon abhalten lassen, einen Rauchwarnmelder auch dort zu installieren, wo geraucht wird (ausgenommen Räume mit extrem hoher Rauchdichte). Ganz im Gegenteil: Unfälle im Zusammenhang mit Zigaretten gehören zu den Hauptursachen von Wohnungsbränden mit Todesfolge.

 

Kann ich Warnmelder auch an anderen Orten als an der Decke montieren?
Die DIN 14676 schreibt ausdrücklich die Deckenmontage vor und erlaubt nur die folgende Ausnahme:
Ist eine Deckenmontage nicht möglich (z. B. bei nicht ausreichender Festigkeit der Decke), sollte der Rauchwarnmelder seitlich, vorzugsweise an der längeren Wand des Raumes 0,3 m bis 0,5 m unterhalb der Decke möglichst im mittleren Drittel der Wand montiert werden. Die Wandfläche oberhalb des Rauchwarnmelders und etwa 1 m unterhalb sollte in einer Mindestbreite von ± 0,5 m um den Rauchwarnmelder frei von Einrichtungsgegenständen sein.

 

Ab wann müssen Rauchwarnmelder installiert werden?
Baden-Württemberg: Seit dem 11. Juli 2013 müssen alle Neubauten mit einem Rauchmelder ausgestattet werden. Mit Ablauf des 31.Dezember 2014 sind sie auch in Bestandswohnungen Pflicht.
Bayern: Die Rauchmelderpflicht gilt seit 25. September 2012 für Neubauten. Bestandsbauten müssen bis zum Ablauf des 31. Dezember 2017 umgerüstet werden.
Berlin: Obwohl die Berliner Feuerwehr als erste in Deutschland die Einführung einer Rauchmelderpflicht für Wohnungen forderte, ist sie hier bis heute noch nicht eingeführt wurden.
Brandenburg: Auch in Brandenburg wurde bisher noch keine Rauchmelderpflicht eingeführt. Änderungen in der Landesbauordnung sind aber schon geplant.
Bremen: Neu- und Umbauten müssen seit dem 1. Mai 2010 mit einem Rauchmelder ausgestattet werden. Bestehende Wohnungen haben noch bis Ende 2015 Zeit.
Hamburg: Rauchmelderpflicht besteht hier bereits seit dem 1. April 2006 für Neubauten und seit dem 01. Januar 2011 für alle Wohnungen.
Hessen: Seit dem 24. Juni 2005 gilt die Pflicht für Neubauwohnungen und ab 2015 für alle bestehende Wohnungen.
Mecklenburg-Vorpommern: In Neu- und Umbauten muss seit dem 1. September 2006 ein Rauchmelder installiert worden sein, in Altbauten seit dem 01. Januar 2010.
Niedersachsen: Für Neu- und Umbauten besteht seit dem 1. November 2010 eine Einbaupflicht von Rauchmeldern. In bestehenden Wohnungen erst ab 2016.
Nordrhein-Westfalen: In Wohnungen, die nach dem 1. April 2013 errichtet oder genehmigt, wurden besteht Rauchmelderpflicht. Bestehende Wohnungen müssen erst ab dem 1. Januar 2017 einen Rauchmelder besitzen.
Rheinland-Pfalz: Hier gilt die Rauchmelderpflicht bereits für alle Wohnungen. Neu- und Umbauten müssen seit dem 23. Dezember 2003 und bestehende Wohnungen seit dem 12. Juli 2012 mit einem Brandmelder ausgestattet werden.
Saarland: Im Saarland besteht seit dem 18. Februar eine Einbaupflicht für Neu- und Umbauten. Für Bestandswohnungen gibt es bisher keine Regelung.
Sachsen: Bisher gibt es keine Rauchmelderpflicht in Sachsen und auch keine konkreten Planungen für ein solches Gesetz.
Sachsen-Anhalt: Neu- und Umbauten müssen seit dem 17. Dezember 2009 einen Rauchmelder besitzen. Für bestehende Wohnungen gilt noch eine Übergangsfrist bis zum Ablauf des 31. Dezember 2015.
Schleswig-Holstein: Alle Wohnungen müssen hier seit dem 01. Januar 2011 mit Rauchmeldern ausgestattet werden, Neubauten bereits seit dem 4. April 2005.
Thüringen: In Thüringen besteht seit dem 29. Februar 2008 eine Einbaupflicht. In diesem Jahr wurde beschlossen, auch Bestandswohnungen bis zum Ablauf des 31. Dezember 2018 zu verpflichten.

 

Wer übernimmt die Wartung der Rauchwarnmelder?
In (fast) allen Bundesländern mit einer Rauchmeldergesetzgebung ist der Bauherr bzw. Eigentümer/Vermieter für die Installation der Rauchmelder verantwortlich, Ausnahme: Mecklenburg-Vorpommern. Für die jährliche Wartung hingegen gibt es unterschiedliche Regelungen. In einigen Bundesländern ist auch dafür der Eigentümer/Vermieter zuständig, er kann die Wartungsaufgaben selbst übernehmen oder an einen Hausmeister bzw. ein Dienstleistungsunternehmen der Wohnungswirtschaft, einen Brandschutzfachbetrieb o. Ä. delegieren. In einigen Bundesländern ist jedoch der Mieter selbst für die Wartung verantwortlich oder dem Mieter kann die Wartung auch per Mietvertrag übergeben werden. Beispiel für NRW: Verantwortlich für den Einbau: Eigentümer; Verantwortlich für die Betriebsbereitschaft: der unmittelbare Nutzer (Bewohner/Mieter) der Wohnung, es sei denn, der Eigentümer hat diese Verpflichtung bis zum 31. März 2013 selbst übernommen.

 

Was gilt für den Eigentümer wenn ein Mieter bereits einen Rauchwarnmelder hat?
Die Gerichte urteilen unterschiedlich zur Frage, ob der Vermieter trotzdem eigene Rauchmelder installieren darf, wenn der Mieter bereits selbst Geräte eingebaut hat. Eine Rechtsansicht bejaht die Duldungspflicht des Mieters, auch wenn dieser selbst schon auf eigene Kosten Geräte hat einbauen lassen. Dem Vermieter müsse die Dispositionsbefugnis über die Mietsache zustehen. Die Duldungspflicht des Mieters bei geplanten Neugeräten entfalle auch nicht unter dem Gesichtspunkt einer besonderen Härte i.?S.?v. § 555d Abs. 2 BGB. Insbesondere könne der Mieter sich nicht darauf berufen, dass die vermieterseits gewünschten neuen Geräte sich farblich von den Decken abheben oder dass die Warnmelder blinken. Nach anderer Ansicht steht der vorherige Einbau von Rauchmeldern durch den Mieter dem Duldungsanspruch des Vermieters entgegen. Zwar sieht das Amtsgericht Hamburg-Altona in der Installation von Rauchmeldern keine Modernisierungsmaßnahme, da hierdurch der Wohnwert als solcher nicht verbessert werde. Ziehe man deshalb den nur "übrig bleibenden" § 555a Abs. 1 BGB heran, steht dem Duldungsanspruch des Vermieters, der die mietereigenen Geräte ersetzen will, das Merkmal der Erforderlichkeit entgegen. Mietereigene, einwandfrei funktionierende Rauchmelder sind zu dulden. Dieser Ansicht ist jedenfalls dann zuzustimmen, sofern

  • die mietereigenen Geräte nicht schon älter sind,

  • den DIN-Anforderungen genügen und

  • nach wie vor einwandfrei arbeiten,

was insbesondere auch dann gelten muss, wenn der Vermieter den eigenen Einbau durch den Mieter gebilligt hatte. Dem Duldungsanspruch für neue Warnmelder steht dann § 242 BGB entgegen.
Quelle: Haufe.de/Immobilien

 

Was ist eine Fachkraft für Rauchwarnmelder?
Rauchwarnmelder im privaten Wohnbereich sind inzwischen in den meisten Bundesländern Pflicht. Fast überall sind die Eigentümer bzw. Vermieter für die Installation verantwortlich. Kommt es zu einem Wohnungsbrand und werden womöglich Personen dabei verletzt, dann ist der Nachweis über die fachgerechte Installation der Rauchwarnmelder unersetzlich. Das Zertifikat des TÜV Rheinland stellt dabei ein besonderes Gütesiegel dar und liefert den Nachweis, dass die Schulung höchsten Ansprüchen gerecht wird. Gemäß DIN 14676 muss die Fachkraft-Zertifizierung alle 5 Jahre durch eine Nachprüfung erneuert werden.
Bei Weckbacher sind folgende Mitarbeiter entsprechend qualifiziert:
Thomas Fest, Bülent Gün, Jannis Hlous, Thomas Trzosek.

 

Quelle: Ei Electronics GmbH 2015, Forum Brandrauchprävention, Haufe.de

 

Aktuelles

Kampagne: Wir machen Deutschland sicher
Mehr...

Weckbacher auf der Baumesse NRW 2016
Mehr...

Ansprechpartner

zentrale@weckbacher.com Tel. 0231 - 5 19 87 -0
Fax 0231 - 5 19 87 -50

Links/Downloads

Aktuelle Texte und Infos zum Thema Sicherheit
Mehr...

Glossar

Informieren Sie sich in unserem Glossar.
Mehr...

Pressearchiv

Sammlung aller Pressemeldungen
Mehr...

Unsere Partner

Ohne Zusammenarbeit geht es nicht.
Mehr...

Video/TV/Medien

Mehr...

Virtueller Rundgang

Schauen Sie doch mal bei uns rein. Mehr...

zurück| nach oben| Seitenübersicht| AGB| Kontakt| Impressum| Datenschutz

© 2017 Weckbacher GmbH . Kaiserstraße 158 . 44143 Dortmund . Tel. +49(0)231 - 519 87 - 0 . Fax +49(0)231 - 519 87 - 50 . e-mail: zentrale@weckbacher.com . web: www.weckbacher.com